Dienstag, 29. Juni 2010
29.6.1955 - Todestag des Malers und Graphikers Max Pechstein
Ein wahrer Künstler malt nicht,
was er sieht, sondern was er fühlt.
Jan Zrzary
Heute vor 55 Jahren, am 29.6.1955, starb der deutsche Maler und Graphiker Max Pechstein (geb. am 31.12.1881). Pechstein, der ab 1900 in Dresden lebte, besuchte dort von 1902-06 die Akademie, 1906 trat er der Künstlergruppe "Die Brücke" bei. 1908 zog er nach Berlin, wo er 1910 als Mitbegründer der "Neuen Sezession" in Erscheinung trat. Auf einer Südseereise 1913/14, die er wegen des Ausbruchs des 1. Weltkriegs vorzeitig beenden mußte, lernte er die exotische Schönheit dieser Region kennen, was seine Malerei entscheidend bereicherte. Von 1923-33 unterrichtete Max Pechstein an der Berliner Akademie, 1933-45 hatte er als einer der vielen "entarteten" Künstler Mal- und Unterrichtsverbot, ab 1945 war er bis zu seinem Tod wieder als Professor in Berlin tätig.
Als konsequenter Vertreter des Expressionismus verwendete Max Pechstein flächig aufgetragene Farben in ungebrochenen Tönen, die zusammen mit den betont derben Formen und kräftigen Umrißlinien einen starken und geschlossemem Gesamteindruck erzeugten. Neben seinem bevorzugten Motiv, der Darstellung von Landschaften, malte Pechstein auch Porträts und Stilleben, außerdem schuf er dekorative Graphiken, Mosaiken, Glasmalereien und Plastiken.
Quelle:
Harenberg Personenlexikon Band 2, Harenberg Verlag, 1983
Erstveröffentlichung am 29. Juni 1998
28. Juni 2010