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KALENDERBLATT/4886: Kurzweiliges für den 03.07.2010 (SB)


Samstag, 3. Juli 2010

Juliwetter - Bauernregeln


Der Juli bringt die Sichel
für Hans und Michel.

... heißt es in einem Bauernspruch aus dem frühen Mittelalter, als noch der Julianische Kalender galt, der dem heutigen zehn Tage voraus war. Damals wurde der Juli in Mitteleuropa Heuert oder Heumond genannt, ein Name, den man heute eher der zweiten Junihälfte geben müßte. Doch auch wenn die Heuernte mittlerweile in den Juni fällt, im Juli gibt es immer noch genug zu tun; in den Gärten muß das Beerenobst gepflückt werden und auf den Feldern steht das reifende Getreide. Damit die Ernte gut ausfällt, wünscht man sich reichlich Sonnenschein:

Im Juli will der Bauer lieber schwitzen,
als hinter dem Ofen sitzen.

Nur in der Juliglut
wird Obst und Wein dir gut.

Auch ein kräftiges Wärmegewitter ist willkommen, schließlich brauchen die Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit. Nur vor allzuviel Regen oder Hagel hat man Angst, denn das würde der Ernte schaden.

Ein tüchtig Juligewitter
ist gut für Winzer und Schnitter.

Regnet's zum Juli hinaus,
so guckt der Bauer nicht gern aus dem Haus.

Hagelt's im Juli und August,
ist's aus mit des Bauern Freud und Lust.


*

Quelle:
Georg Haddenbach - Bauernregeln, Bauernweisheiten, Bauernsprüche, Falken Verlag, 1986


Erstveröffentlichung am 3. Juli 1999

2. Juli 2010



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