Mittwoch, 28. Juli 2010
28.7.1750 - Todestag des Komponisten Johann Sebastian Bach
Heute vor 260 Jahren, am 28.7.1750, starb der deutsche Komponist Johann Sebastian Bach. Als letztes von acht Kindern einer weitverzweigten Musikerfamilie am 21.3.1685 geboren, kam der zehnjährige Johann Sebastian nach dem frühen Tod seiner Eltern in das Haus seines ältesten Bruders, des Organisten Johann Christoph Bach, der ihn im Klavierspiel unterrichtete. Wegen seiner guten Stimme kam er 1700 an die Michaelis-Klosterschule in Lüneburg, die er 1702 abschloß. Seine erste Stellung war die eines Organisten an der Neuen Kirche in Arnstadt (1703), wo er seinen Ruf als Orgelspieler und -kenner begründete. 1708 trat er in die herzogliche Kapelle am Weimarer Hof ein, wo er einige Jahre später Konzertmeister wurde. Nachdem es wegen verschiedener Querelen zum Bruch mit dem Herzog gekommen war, wurde Bach Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt. Hier verlagerte er sein musikalisches Schaffen von kirchlicher auf Kammermusik für abendliche Konzerte und Hoffeste des musikliebenden Fürsten. Hier heiratete er auch, nachdem seine erste Frau 1720 gestorben war, die Sängerin Anna Magdalena Wilcken.
Auf der Suche nach einem größeren Wirkungsbereich erhielt Johann Sebastian Bach 1723 die Kantorstelle an der Leipziger Thomasschule und damit verbunden die Verantwortung für alle städtischen, kirchlichen und weltlichen musikalischen Einrichtungen der Stadt. Trotz gewisser Vorwürfe wegen seiner sich in späteren Jahren einstellenden, rückwärts gewandten Haltung genoß Bach einen Ruf als genialer Komponist, Orgelvirtuose, Improvisator und Kompositionslehrer, bis ihn ein Augenleiden 1749 dazu zwang, seinen Dienst aufzugeben. Er starb nach zwei vergeblichen Augenoperationen und hinterließ seine Witwe und vier Kinder in armseligen Verhältnissen.
Quelle:
Harenberg Personenlexikon Band 1, Harenberg Verlag, 1983
Erstveröffentlichung am 28. Juli 1998
27. Juli 2010