Dienstag, 3. August 2010
3.8.1804 - Alexander von Humboldt kehrt von der "zweiten Entdeckung Amerikas" zurück
Heute vor 206 Jahren, am 3.8.1804, kehrten der deutsche Naturforscher Alexander Freiherr von Humboldt (1769-1859) und sein Assistent, der französische Botaniker Aimé Jaques Alexandre Bonplant, von einer mehr als fünfjährigen Forschungsreise nach Mittel- und Südamerika zurück, wo sie u.a. Venezuela, Kuba, Cartagena, Bogotá, Lima und Mexiko bereisten. Man feierte die Wissenschaftler bei ihrer Rückkehr als "zweite Entdecker Amerikas", da sie umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse mit nach Europa brachten.
Neben Aufzeichnungen und Berechnungen befanden sich mehr als 60.000 Pflanzen, Samen und zahllose Gesteinsproben im Gepäck der Forscher. Schon allein diese Fülle an Material, dessen Auswertung Humboldt in den folgenden Jahren in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern unternahm, stellte eine enorme Bereicherung des damaligen Wissens dar. Eine besondere Bedeutung der Expedition lag darüberhinaus darin, daß Humboldt neben einer Vielzahl naturwissenschaftlicher Einzelbeobachtungen auch grundlegende Gesetzmäßigkeiten formulierte, die zum Teil zu neuen Forschungszweigen führten: So entstand u.a. aus der Erkenntnis, daß die Vegetation eines Gebietes von Klima und Höhenlage abhängig ist, die moderne Klimatologie und die Geophysik wurde durch die Beobachtung, daß der Erdmagnetismus zum Äquator hin abnimmt, entscheidend vorangebracht.
Quelle:
Chronik des 19. Jahrhunderts, Chronik Verlag, 1992
Erstveröffentlichung am 3. August 1998
2. August 2010