Mittwoch, 4. August 2010
4.8.1929 - Todestag des Chemikers und Erfinders Carl Freiherr Auer von Welsbach
Heute vor 81 Jahren, am 4.8.1929, starb auf Schloß Welsbach in Kärnten der österreichische Chemiker und Erfinder u.a. des "Feuersteins", Carl Freiherr Auer von Welsbach (geb. am 1.9.1858 in Wien). Von seinem Lehrer Bunsen zur Erforschung der seltenen Erden (Oxydgemische zahlreicher seltener nahe miteinander verwandter Metalle) angeregt, identifizierte Auer 1885 mit Neodym und Praseodym zwei weitere Elemente dieser Gruppe. Weitere zwei, Ytterbium und Lutetium, fand er 1905-07. Auch die Entwicklung des "Auerlichtes", eines mit einer Lösung von Metallsalzen getränkten Baumwollgewebes, das als Glühstrumpf durch eine Gasflamme zu gleißend hellem Leuchten angeregt wird, fällt in diese Zeit (1885-92). Diese Entdeckung Auers stellte einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der künstlichen Beleuchtung dar, ebenso wie seine Entwicklung eines Metallglühfadens in einer "Osmiumlampe" (1907), der den von Edison erfundenen, sehr viel weniger haltbaren Kohlefaden ersetzte. Eine weitere, ebenfalls aus dem Jahr 1907 stammende Erfindung Auers, die heute noch benutzt wird, ist das oben schon erwähnte feuersprühende "Auermetall" (30% Cereisen und 70% Eisen), das beim Anreißen leichtentzündliche Funken erzeugt. Aus ihm besteht der Feuerstein des Feuerzeugs. Weitere wissenschaftliche Arbeiten Auers waren u.a. seine Untersuchungen der Spektralanalyse, eine physikalisch-chemische Bestimmungsmethode der chemischen Zusammensetzung leuchtender Stoffe.
Quelle:
Harenberg Personenlexikon Band 1, Harenberg Verlag, 1983
Erstveröffentlichung am 4. August 1999
3. August 2010