Mittwoch, 18. August 2010
18.8.1851 - Todestag des Schriftstellers Honoré de Balzac
Heute vor 159 Jahren, am 18.8.1851, starb der französische Schriftsteller Honoré de Balzac. Balzac, der als einer der bedeutendsten Erzähler der Weltliteratur und einer der Begründer und Hauptvertreter des literarischen Realismus gilt, hatte schon zu seinen Lebzeiten vor allem in Deutschland ein begeistertes Publikum, das seine sprachliche Vitalität und urwüchsige Erzählkunst ebenso schätzte wie die genau beobachteten Beschreibungen der Menschen seiner Zeit und ihres Milieus in Stadt und Land.
Parallel zu seiner Tätigkeit als Schreiber in einem Anwaltsbüro studierte der am 20.5.1799 in Tours geborene Balzac zunächst Jura, brach sein Studium jedoch nach einiger Zeit gegen den Willen seines Vaters ab und begann unter verschiedenen Pseudonymen zu schreiben. Mißerfolge als Unternehmer und Verleger (1825-27) stürzten ihn in hohe Schulden, die durch gewagte Spekulationen noch weiter wuchsen. Um seine zahlreichen Gläubiger zu befriedigen, schrieb Balzac Jahre hindurch Tag und Nacht. 1829 hatte er mit "Der letzte Chuan" seinen ersten großen literarischen Erfolg. Dieser Roman bildete zugleich den Auftakt zu seinem Hauptwerk, den auf 60 Bände angelegten Romanzyklus "Die menschliche Kömödie". Der bis zu seinem Tod wegen seiner Schuldenlast als "Literaturmaschine", wie er sich selbst einmal nannte, arbeitende Balzac starb an Überarbeitung und Erschöpfung. Er hinterließ er rund 90 Romane und eine Sammlung von "Analytischen Studien" zu der "Menschlichen Komödie".
Quelle:
Harenberg Personenlexikon Band 1, Harenberg Verlag, 1983
Erstveröffentlichung am 18. August 2003
17. August 2010