Mittwoch, 25. August 2010
25.8.1867 - Todestag des Naturwissenschaftlers Michael Faraday
Heute vor 143 Jahren, am 25.8.1867, starb in London der englische Naturwissenschaftler Michael Faraday (geb. 22.9.1791). Er prägte zahlreiche physikalische Grundbegriffe (Kraftlinie, Magnetfeld) und machte nicht nur auf seinem wichtigsten Forschungsgebiet, der Elektrizität, bedeutende Entdeckungen.
1813 kam Faraday, der zunächst Buchbinder gelernt hatte, als Gehilfe in die Laboratorien der Royal Institution in London, wo er rasch Karriere machte, bis er - der Autodidakt - 1825 die Nachfolge des Direktors Humphrey Davys antrat. 1827 wurde er Professor für Chemie. Seit 1818 entwickelte er rostfreie Stahllegierungen, es gelang ihm erstmals, Chlor und später auch andere Gase unter Druck zu verflüssigen und er fand bei Ölanalysen das Benzol. Faraday war davon überzeugt, daß die "Naturkraft" Elektrizität in andere Energien wie Magnetismus, Licht oder Wärme und wieder zurückverwandelt werden könnte, was der Formulierung des Energieerhaltungsgesetzes sehr nahekam. In praktischen Versuchen entdeckte er die elektromagnetische Induktion, die Stromerzeugung eines elektischen Leiters im Magnetfeld, und konstruierte damit den ersten Dynamo, was ihn zum Begründer der modernen Elektrodynamik machte. Auf ihn geht außerdem der Faraday-Käfig zurück, ein durch Metallgitter gegen elektrische Einflüsse vollständig abgeschirmter Raum.
Quelle:
Chronik der Technik, Chronik Verlag
Erstveröffentlichung am 25. August 1998
24. August 2010