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KALENDERBLATT/4943: Kurzweiliges für den 29.08.2010 (SB)


Sonntag, 29. August 2010

29.8.1842 - Ende des Opiumkrieges


Heute vor 168 Jahren, am 29.8.1842, wurde der 1839 begonnene Opiumkrieg zwischen dem chinesischen Kaiserreich und Großbritannien nach der militärischen Niederlage Chinas durch einen Vertrag beendet. Dieses erste einer Reihe von gewaltsam erzwungenen Abkommen zwischen China und einer westlichen Großmacht leitete die Öffnung des "Reiches der Mitte", das bisher großen Wert auf seine Abschottung gelegt hatte, für den westlichen Handel ein. Der Vertrag legte die Öffnung von vier neuen Häfen für westliche Kaufleute (denen bisher nur Kanton zur Verfügung stand) und einheitliche Einfuhrzölle fest. Darüber hinaus war eine Summe von 21 Mio. Silberdollar als Kriegsentschädigung zu zahlen und China mußte Hongkong an Großbritannien abtreten.

Grund für den Opiumkrieg waren die immer stärker zunehmenden Einfuhren dieses Rauschmittels gewesen, die vor allem von der seit 1796 in Nanking ansässigen britischen Ostindischen Kompanie getätigt wurden. Opium war schon seit dem 16. Jh. in China bekannt und wurde dort in der zweiten Hälfte des 17. Jhs. zu einem gängigen Genußmittel. Die chinesischen Kaiser bemühten sich vergeblich, den Opimverbrauch durch Verbote, die erstmals im Jahr 1729 ausgesprochen wurden, zu unterbinden. Zu diesem Zeitpunkt wurden jährlich ca. 1300 kg Opium nach China importiert, um 1800 jedoch schon über 300.000 kg. Angesichts dieser Entwicklung erließ der chinesische Kaiser am 18.3.1839 ein Edikt, das allen Ausländern die Auslieferung ihrer Opiumvorräte befahl. Alle Briten mußten Kanton verlassen, die Situation verschärfte sich zum offenen Krieg.


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Quelle:
Chronik des 19. Jahrhunderts, Chronik Verlag


Erstveröffentlichung am 29. August 1999

28. August 2010



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Elektronische Zeitung Schattenblick, ISSN 2190-6963
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