Dienstag, 31. August 2010
31.8.1803 - Eine Forschungsreise erschließt den "Wilden Westen" für den Handel
Nachdem die USA im Mai 1803 die französische Kolonie West-Louisiane erworben hatten, startete heute vor 207 Jahren, am 31.8.1803, von Pittsburgh aus eine Expedition in das noch unerforschte Gebiet um den Missouri. Ihr gelang die erste Durchquerung des nordamerikanischen Subkontinents bis zur Pazifikküste. Unter anderem brachten die im Auftrag des US-Präsidenten Thomas Jefferson gestarteten Pioniere umfangreiches Kartenmaterial mit zurück, das für die Erschließung des Westens große Bedeutung hatte. Das eigentliche Ziel der Expedition lag jedoch darin, den US-amerikanischen Pelzhandel bis in die Missouri-Region hinein auszudehnen, womit der Präsident einer Handelsoffensive der in Kanada beheimateten britischen North West Company zuvorkommen wollte.
Im Mai 1804 erreichte die 30köpfige Forschungsgruppe unter Leitung von Meriwether Lewis und William Clark St. Louis. Von dort aus fuhr sie den Missouri hinauf, durchquerte die Rocky Mountains und folgte dem Columbia River bis zum Pazifik. Im September 1806 trafen die Pioniere wieder in St. Louis ein. Kurze Zeit später wurde die Missouri Fur Company gegründet.
Quelle:
Chronik des 19. Jahrhunderts, Chronik Verlag
Erstveröffentlichung am 31. August 1999
30. August 2010